VIELSEITIGE BESUCHER GESUCHT
EHRENAMT Ein mutiges, kreatives Projekt, ein voller Erfolg: Seit dem Oktober 2008 äuft unter dem Motto »Hand gegen Koje« eine ungewöhnliche Aktion auf Hallig Hooge für tatkräftige Besucher, die gerne anpacken – mit großer Resonanz.
Zunächst wurden sie belächelt, aber wieso häufig bei Pionieren gab den kreativen Initiatoren von der Gemeinde Hooge schließlich der Erfolg Recht: Förmlich überrannt wird die Hallig von Arbeitslustigen, die sich um die Teilnahme an dem jungen Projekt »Hand gegen Koje« bewerben, das seit Herbst des vergangenen Jahres auf Anregung von Bürgermeister Matthias Piepgras läuft. Vier Stunden am Tag wird ehrenamtlich auf der Hallig gearbeitet und dafür gibts gratis ein Bett in einer der zwei gemeindeeigenen Wohnungen. Bedingung: Man muss über 18 sein, mindestens 14 Tage bleiben, halligkompatible Fähigkeiten mitbringen und flexibel sein. Denn die Aufgaben, die die Freiwilligen erwarten, sind unter Umständen vielfältig: Vom Schreibtischdienst über den Einsatz in Feld und Flur, handwerkliche Aufträge aller Art wie Maler- und Lackiererjobs bis hin zu Einsätzen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit reichen die Betätigungsfelder. Feuerwehrleute waren hier, Grafiker, Zimmerer, Lehrer, Ingenieure, Architekten. Egal ob junge Neugierige oder engagierte Rentner,» wir nehmen gern Leute, die zupacken oder auf viel Erfahrung zurückgreifen können«, so Hartwig Binge, bei der Gemeinde Zuständige für die handfeste Seite des Projekts. Solche wie Jürgen Tippe aus Elmshorn zum Beispiel, Englischlehrer und Sanitäter-Ausbilder, der 14 Tage auf Hooge gastarbeitete,das Archiv sortieren half, Biikematerialsammelte und mit den Kindern der Schule einen Erste-Hilfe-Kurs anzettelte. »Ich würde es sofort wieder machen«, sagt Tippe, »einziger Nachteil meines Aufenthalts war das Wetter im Februar. Ich würde Hooge gern mal ganz in Grün wiedersehen.
«Ran an das Projekt mit Gratisunterkunft, das seinen Titel aus alter Seemannstradition bezog, kommt man übers Internet, auf www.hooge.de, Stichwort »Jobs auf der Hallig«. Dort findet sich ein Bewerbungsbogen zum Download. Allerdings ist das nur was für Menschen mit langfristigen Perspektiven: Bis Frühjahr 2010 sind bereits alle Plätze vergeben. Ansprechpartnerinin der Gemeinde ist Gudrun Binge (Telefon:04849-255, E-Mail: g.binge@hooge.de).
