PRÄDIKAT: SEHENSWERT!
ANSICHTSSACHEN Genau genommen ist jede Hallig eine kompletteAttraktion. Trotzdem lohnt es sich, ins Detail zu gehen und die bekanntestenHighlights abzuarbeiten. Auf Hooge sind es gleich fünf Sehenswürdigkeiten,die man auf keinen Fall links liegen lassen sollte.

- Hier war schon mal ein dänischer Monarch zu Gast: Im »Königspesel« können Halligbesucher wahre Schätze besichtigen und gucken, wie es früher war
Der Königspesel: Familie Bendixen, Hanswarft 11, Telefon 04849-219; Das Kapitänshaus von Tade Hans Bandikswurde 1677 erbaut, ist nahezu originalgetreu eingerichtet. Zu besichtigen sind Pesel und (neu!) auch die Küche und die Kellerkammer; viele kostbare Fliesen und Fayencen, historischer Hausrat, Decken- und Türenmalereien, Bileggerofen von 1669 und jede Menge Schätze, die die Kapitäne und Grönlandfahrer des Hauses von Reisen mitbrachten. 1825 übernachtete hier König Friedrich VI von Dänemark, als er Sturmflutschäden besichtigte, und gab dem Pesel damit seinen Namen.
Das Sturmflutkino: Thomas Diedrichsen, Hanswarft, Telefon 04849-271; Eintauchenin stürmische Zeiten: Ein beein-druckender Kurzfilm präsentiert, was genau auf Hooge passiert, wenn bei Sturmflut »Landunter« ist und nur noch die Warften aus dem Meer ragen. Ein Film mit höherem Gänse-hautfaktor als manch Gruselschocker und sicher der Einstieg für alle, die herausfinden möchten, wie es sich hier wirklich lebt mit den Elementen.
Die Johanniskirche: Kirchengemeinde Hooge, Kirchwarft, Pastor Klaus-Dieter Niedorff, Telefon 04849-230; Die kleine charmante undanrührende Halligkirche stammt aus dem 17.Jahrhundert. Viele ihrer Interieurs sind älter als das Gebäude selbst: Die Kirche wurde aus Überresten durch Sturmflut auf Alt-Nordstrandzerstörter Kirchen gebaut. Sand- und Muschelgrund zwischen den Kirchenbänken zeugt von zahlreichen Besuchen auch des Meeres in dieser Kirche: Der durchlässige Grund lässt das Hochwasser schneller versickern und ablaufen, wenn »Landunter« ist.
Das Heimat- und Halligmuseum: Holger Wulf, Hanswarft, Telefon 04849-207; Eine altefriesische Wohnstube, viele Wattfunde untergegangener Warften, allerlei faszinierendes Nordsee-Getier, riesige Bernsteine, historischer Hausrat, Trachten: Hier gewinnt man Einblicke in die Historie der Halligen, zum Beispiel auch in die erstaunlichen Schlafgewohnheiten der alten Friesen.
Erlebniszentrum »Mensch & Watt«: in derSchutzstation Wattenmeer, Hanswarft 2, Telefon04849-229; Ein absolutes Muss für alle Nordseefans. Große Ausstellung, auch mit interaktiven Elementen (Vogelstimmen!), zu denvielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Natur in der Biosphäre Halligen und im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer; Gezeitenaquarium, Wattwerkstatt, Seminarräume, Führungen und jede Mengespannendes Material zum Mitnehmen.